Frankencoin Erklärt
Erfahren Sie, wie das Protokoll Renditen generiert und Stabilität gewährleistet, wobei 1 Frankencoin (ZCHF) einem Wert von 1 Schweizer Franken (CHF) entspricht.*
Wie wird Rendite generiert und ausgezahlt?
Die Renditegenerierung im Frankencoin-System erfolgt ähnlich wie das Kreditgeschäft bei einer Bank. Kreditnehmer zahlen Gebühren, welche an die Sparer in Form einer Rendite weitergegeben werden.
Kreditnehmer zahlt
Gebühren fliessen ins System
System verarbeitet
Savings Modul berechnet Ansprüche
Sparer erhält
ZCHF-Renditen werden ausgezahlt
Quelle der Rendite
Die Rendite stammt primär aus den Gebühren, die Kreditnehmer zahlen, wenn sie ZCHF gegen Krypto-Sicherheiten wie WBTC oder ETH schöpfen.
Wenn ein Nutzer eine Position eröffnet, zahlt er initial die Gebühren für die gesamte Laufzeit des Kredits, die direkt in den Reserve-Pool des Systems fliessen.
Auszahlungsmechanik
Ein Smart-Contract (Savings Modul) berechnet den Anspruch jedes Sparers basierend auf dem aktuellen systemweiten Leitzins.
Das System berechnet im Hintergrund in Echtzeit die Rendite für den Sparer und zahlt die ZCHF aus dem Reserve-Pool aus.
Wie wird der Reserve-Pool gefüllt?
Der Reserve-Pool (Equity Pool) wird aus vier Quellen gespeist:
Kreditnehmer-Gebühren
Die von Kreditnehmern im Voraus für die gesamte Laufzeit gezahlten Gebühren fliessen direkt in den Equity-Pool und bilden die primäre Einnahmequelle.
Verkauf von FPS-Token
Nutzer können Frankencoin Pool Shares (FPS) erwerben, indem sie ZCHF einzahlen. FPS Token lassen den Besitzer am Erfolg teilhaben.
Minter Reserve
Ein Teil des geschöpften Betrags wird als 'Minter Reserve' einbehalten, um die Position zu schützen. Überschüsse fliessen ebenfalls hierhin.
Neue Positionsvorschläge
Um eine neue Position vorzuschlagen, müssen 1000 ZCHF in den Pool gezahlt werden, was die Governance nachvollziehbar hält.
Mit dem FPS Token besitzen Nutzer einen Anteil am Reserve-Pool. Ist das System erfolgreich, wächst der Pool und der Wert der FPS steigt. Liquidationsverluste und Renditen an Sparer reduzieren direkt die Pool-Grösse und damit den Wert der FPS Token.
Was passiert, wenn das System unter Druck gerät?
Das Frankencoin-System verfügt über eine dreistufige Sicherheitsarchitektur, die selbst in extremen Marktszenarien Stabilität gewährleistet. Wird eine Position wegen starken Kursfalls mit Verlust liquidiert, werden diese Systemverluste folgendermassen gedeckt:
Individuelle Minter Reserve
Zuerst wird die Reserve des betroffenen Kreditnehmers aufgebraucht.
Reserve-Pool
Reicht dies nicht aus, werden Verluste durch das Eigenkapital gedeckt. Der FPS-Wert sinkt.
Systemweite Reserven
In extremen Szenarien können Reserven anderer Positionen herangezogen werden.
Überbesicherung
0%
Der 'Worst Case': Sollten alle Puffer und Reserven vollständig erschöpft sein, besteht das theoretische Risiko eines De-Pegs. Die Wahrscheinlichkeit wird jedoch aufgrund der hohen Überbesicherung als sehr gering eingestuft. Das System ist aktuell zu 0.00x durch Aktiva besichert.
Seit Bestehen des Frankencoin (März 2023) verzeichnete das System keine Liquidationen mit Verlust, trotz teilweise starker Kursschwankungen der hinterlegten Kollaterale, wie etwa im Oktober 2025.
* ZCHF ist ein dezentraler Stablecoin mit einem Soft-Peg; theoretische Abweichungen vom Schweizer Franken sind möglich.